Salat und frische Kräuter sind empfindliche Frischware. Die Blätter verlieren Feuchtigkeit in Stunden, nicht in Tagen, und der falsche Platz im Kühlschrank macht einen Salatkopf über Nacht welk. Ein paar wenige Handgriffe halten die Blätter viel länger knackig.
Darum werden die Blätter welk
Ein Salatblatt ist fast nur Wasser. Wenn das Wasser verdunstet, fallen die Zellen zusammen, und das erkennen Sie als welken Salat. Kalte Luft zieht das Wasser langsamer aus dem Blatt, und deshalb gewinnt der Kühlschrank gegen die Arbeitsfläche.
Die zweite Ursache ist Ethylen. Reifes Obst wie Äpfel, Birnen, Bananen, Avocado und Tomate gibt dieses Gas ab, und Blätter sind besonders empfindlich: Sie vergilben und bekommen schneller braune Ränder, wenn sie neben dem Obstkorb liegen. Legen Sie den Salat deshalb in ein anderes Fach als das Obst, und sehen Sie den Guide über Avocado, Zitrone und Zwiebel ohne Plastik.
Zu trocken oder zu nass, die Balance liegt in der Mitte
Welker Salat hat zwei genau entgegengesetzte Ursachen. Zu trocken: Die Blätter liegen offen und verdunsten, und sie werden am Rand dünn und zäh. Zu nass: Die Blätter wurden nass verpackt, oder sie liegen in einer ganz dichten Dose, in der die Feuchtigkeit nirgendwohin kann. Dann werden sie glitschig und braun, und der Stapel gibt von der Mitte her nach.
Das Ziel ist feuchte Luft um die Blätter, aber keine freien Wassertropfen. Deshalb funktioniert Küchenpapier: Es saugt den Überschuss auf und gibt die Feuchtigkeit langsam zurück. Und deshalb schlägt das Bienenwachstuch die Frischhaltefolie, weil etwas Feuchtigkeit entweicht, statt zu Kondenswasser zu werden.
So halten Sie den Salat frisch, Schritt für Schritt
- 1Spülen Sie nur, wenn die Blätter es brauchen
Sollen sie lange liegen, warten Sie mit dem Spülen lieber bis kurz vor dem Servieren. Spülen Sie jetzt, nutzen Sie kaltes Wasser.
- 2Trocknen Sie die Blätter richtig
Salatschleuder, oder schwenken Sie sie in einem sauberen Küchenhandtuch. Dieser Schritt entscheidet am meisten.
- 3Legen Sie sie locker in eine Schüssel
Pressen Sie die Blätter nicht zusammen. Sie brauchen Luft zwischen sich.
- 4Legen Sie ein Küchenpapier darüber
Das Papier nimmt die überschüssige Feuchtigkeit. Wechseln Sie es, wenn es sich nass anfühlt.
- 5Decken Sie mit einem Bienenwachstuch ab
Formen Sie das Tuch mit der Handwärme um den Schüsselrand, dann sitzt es, wenn es abkühlt.
- 6Stellen Sie die Schüssel in das Gemüsefach
Sehen Sie die Blätter nach ein paar Tagen durch und nehmen Sie die heraus, die nachgegeben haben.
Das Fach unten im Kühlschrank ist genau dafür gemacht: Es ist dichter als der Rest des Schranks, so hält die Luft eine höhere Feuchtigkeit. Hat das Fach einen Regler mit Feuchtigkeitssymbol, gilt hohe Feuchtigkeit für Blätter und niedrigere für Obst. Schieben Sie die Blätter nie ganz nach hinten an die Kühlrippen, denn dort können sie gefrieren, und ein gefrorenes Blatt wird sofort welk.
Kräuter stehen am besten in einem Wasserglas
Kräuter mit Stiel, wie Petersilie, Koriander, Dill und Minze, behandeln Sie wie einen Blumenstrauß. Schneiden Sie ein paar Millimeter der Stiele ab, stellen Sie sie in ein Glas mit etwas kaltem Wasser, und wechseln Sie das Wasser jeden zweiten Tag.
Legen Sie ein Bienenwachstuch locker über die Spitzen, wie eine atmende Haube. So halten die Kräuter ihre eigene Feuchtigkeit, ohne zu schwitzen. Basilikum ist die Ausnahme: Er mag keine Kälte und steht am besten bei Zimmertemperatur, weg von direkter Sonne. Gehackte Kräuter ohne Stiel wickeln Sie in ein leicht feuchtes Küchenhandtuch.
Bienenwachstücher als atmender Deckel über der Schüssel
Bienenwachstücher sind Baumwolle, beschichtet mit Bienenwachs und Baumharz. Das Wachs wird bei 35 bis 40 Grad weich, also durch die Handwärme: Sie drücken das Tuch um den Schüsselrand, und wenn es abkühlt, hält es die Form.
Der Unterschied zur Frischhaltefolie ist, dass das Tuch atmet. Etwas Feuchtigkeit entweicht, so bleiben Ihnen die Kondenstropfen erspart, die sonst auf die Blätter tropfen, aber genug bleibt zurück, damit der Salat nicht trocknet. Das Set hat drei Größen, S, M und L, so deckt das kleinste eine halbe Gurke ab und das größte eine Platte. Mehr steht im Gebrauchsguide für Bienenwachstücher und im Guide über das Abdecken von Schüsseln ohne Frischhaltefolie.
Das Tuch wird in kaltem Wasser mit milder Seife gewaschen, nie warm, denn das Wachs schmilzt bei rund 62 bis 65 Grad. Der Rest steht im Guide über die Pflege von Bienenwachstüchern.
So lange halten sich verschiedene Blätter
| Blatt oder Kraut | Hält ca. | Wichtigster Handgriff |
|---|---|---|
| Ganzer Salatkopf | 1 bis 2 Wochen | Den Kopf bis zum Gebrauch ungeschnitten lassen |
| Gepflückter Blattsalat | 5 bis 7 Tage | Gut getrocknet, locker unter einem Bienenwachstuch |
| Spinat und Rucola | 3 bis 5 Tage | Küchenpapier in der Dose, Feuchtigkeit auslüften |
| Fertig gewaschener gemischter Salat | 2 bis 4 Tage | Essen Sie ihn zuerst, er ist am empfindlichsten |
| Petersilie, Koriander und Dill | 1 bis 2 Wochen | Die Stiele ins Wasserglas, Bienenwachstuch darüber |
| Basilikum | 4 bis 6 Tage | Zimmertemperatur, nie Kühlschrank |
Die Zahlen setzen trockene Blätter und Kühlschrank voraus. Mehr plastikfreie Handgriffe stehen im Guide über eine plastikfreie Küche.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Salat retten, der schon welk ist?
Soll ich den Salat vor oder nach der Lagerung waschen?
Warum vergilben meine Kräuter im Kühlschrank?
Kann das Bienenwachstuch direkt auf die Salatblätter gelegt werden?
Ein atmender Deckel für die Salatschüssel
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